Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales

Shownotes

Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, spricht in unserem Podcast über ihr Aufwachsen in einer Großfamilie, ihre Liebe zu Bayern und zur Natur, ihren politischen Weg und ihren Grundoptimismus

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00:00:00: Unbekannt Es hat mich schon sehr geschmerzt und ich habe dann ja gut 14 Tage, drei Wochen war ich bockig. Jetzt habe ich es meist sortiert. Und dann kam eine Freundin zu mir, die sich mein Lamento wieder mal angehört hat, sagen Jetzt Schluss, jetzt reichts, es kannst weiter jammern oder du kannst endlich aufhören. Na ja, wie sagt man so schön?

00:00:18: Unbekannt Aufstehen, Krönchen gerade richten und weiterlaufen.

00:00:24: Unbekannt Bayern gemeinsam stark. Der Podcast mit Menschen, die uns inspirieren.

00:00:43: Unbekannt Und.

00:01:03: Unbekannt Herzlich willkommen zu unserem Podcast. Bayern gemeinsam. Stark. Mein Name ist Tobias Ranzinger und hier treffen wir Menschen aus Bayern. Menschen, die Bayern ausmachen. Die Bayern bewegen Menschen, die uns inspirieren. Und heute haben wir zu Gast. Ulrike Scharf, die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Ulrike Anna Scharf wurde geboren 1967 in Erding, ist seit 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags, dem sie bereits von 2006 bis 2008 angehörte.

00:01:40: Unbekannt Sie ist seit 2022 die bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, und seit November 2023 ist sie außerdem die zweite Stellvertreterin des bayerischen Ministerpräsidenten. Zuvor war sie von 2014 bis 2018 die bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz. Herzlich willkommen! Frau Ministerin, danke, dass Sie sich heute die Zeit nehmen. Sehr gerne. Zu Beginn unseres Gesprächs haben wir immer einige Fragen und da bitte ich Sie um eine ganz kurze, spontane Beantwortung.

00:02:15: Unbekannt Bayern ist für mich: Heimat. Zukunft. Da, wo ich mich wohlfühle, wo ich leben möchte. Was kann denn die Welt von Ulrike Scharf lernen? Ja, ich glaube, entscheidend ist gerade wenn man politische Verantwortung hat, dass man die Menschen ernst nimmt, dass man jeden Einzelnen ernst nimmt, dass man viel Empathie und und Mitgefühl auch für die Situationen gerade der Familien, von älteren Menschen, Menschen mit Behinderung, dass man sich das zu eigen macht und dann die entsprechenden Entscheidungen treffen kann.

00:02:45: Unbekannt Bayern gemeinsam stark. Das ist das Motto unseres Podcasts. Deshalb die Frage: Was fördert denn aus Ihrer Sicht das Zusammengehörigkeitsgefühl unter Menschen? Ja, in erster Linie ist es sicherlich das Ehrenamt, dass Menschen für andere einstehen. Und zwar ganz freiwillig, ohne dass sie damit irgendwie Geld verdienen, sondern wir haben 41 % der Menschen in Bayern, die sich ehrenamtlich engagieren. Und das ist der Kitt in unserer Gesellschaft.

00:03:13: Unbekannt Und das Ehrenamt ist so breit und so vielfältig wie das Leben. Und deshalb bin ich immer unglaublich stolz auf die Menschen, die sich für andere einsetzen. Aber wir tun auch viel, um Ehrenamt zu unterstützen und zu fördern. Steht im Übrigen auch in unserer bayerischen Verfassung: Das Ehrenamt muss gefördert werden. Sprechen wir nachher noch drüber. Weitere Frage mit der Bitte um kurze Antwort: Wenn ich mir was wünschen dürfte für die Menschen in Bayern, dann wäre das: Dass wir insgesamt eine geopolitisch friedlichere Lage erreichen.

00:03:44: Unbekannt Denn wir spüren in Bayern jeden Tag, was es heißt, wenn an anderen Orten Krieg geführt wird. Menschen flüchten, zu uns kommen und wir damit sehr großen Herausforderungen entgegensehen. Die Zukunft wird gut, weil...: Weil wir miteinander arbeiten. Weil wir gemeinsam stark sind. Wir brauchen eine stärkere Wirtschaft, dann können wir auch sozial wieder stärker sein. Und das ist für mich die Zukunft.

00:04:08: Unbekannt Sie sind bekannt als bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Das heißt, Sie tragen die Verantwortung über unglaublich viele Bereiche. Ich habe das mal zusammengefasst. Man könnte sagen, Sie sind die Familienministerin. Sie sind die Jugendministerin, die Arbeitsministerin, die Ehrenamtsministerin, Frauenministerin, Inklusionsministerin, Seniorenministerin. Und die Liste könnte man noch fortsetzen. Haben Sie einen Lieblingsbereich? Ja, man kann eigentlich keine Lieblingsbereiche herauskristallisieren, wenn man sich gesamt verantwortlich fühlt.

00:04:40: Unbekannt Aber ganz besonders liegen mir natürlich die Kinder, die Kinder und die Familien am Herzen. Es ist eine schöne Vorlage. Sie wurden geboren 1967, wenn wir mal über Ihre Person sprechen, in Erding, eins von vier Kindern. Wie war Ihre Kindheit? Toll, ehrlich gesagt! Ich habe ja drei Brüder. Ich bin so die zweite. Und dann kamen noch Zwillinge und wir sind eine ganz enge und starke Familie.

00:05:05: Unbekannt Zwei meiner Cousins mit den Familien haben auch dort im Dorf gelebt und wir sind miteinander aufgewachsen, in einer behüteten Familie, aber auch in einer Familie, die sehr stark geprägt war vom Unternehmertum, vom mittelständischen Familienbetrieb. Mein Onkel und meine Tante sind 1972 tödlich verunglückt, was zur Folge hatte, dass mein Vater dieses Geschäft dann weitergeführt hat. Also, wir sind aufgewachsen in einem Umfeld, das geprägt war von Leistung, von Fleiß, aber natürlich auch immer wieder mit diesem guten Gefühl.

00:05:38: Unbekannt Mein Papa hat immer gesagt: Ihr müsst mithelfen, aber ihr könnt auch alles haben. Und so haben wir das gespürt und vor allen Dingen diese enge familiäre Beziehung, die bis heute so ist. Ein Mädel, drei Brüder, das hört sich für mich immer so an: Die Brüder passen wahnsinnig gut auf, heute noch. Die passen wirklich gut auf mich auf. Aber ich war schon auch ein bisschen die Principessa.

00:05:57: Unbekannt Also, was ich ich wollte, das konnte ich auch durchsetzen. Und ich glaube schon auch, dass diese Kindheit mich geprägt hat, auch in der Politik, ein gewisses Stehvermögen auch an den Tag zu legen. Denn wenn sie mit lauter Jungs groß werden, dann lernen sie sich durchzusetzen. Die Kindheit ist das eine, dann kommt die Jugend, die Pubertät. Haben Sie auch so gegen das Elternhaus, gegen die Familie mal rebelliert?

00:06:22: Unbekannt Ja, natürlich, das gehört doch dazu, zum Erwachsenwerden. Und ich hatte beispielsweise immer die Möglichkeit, auch mobil zu sein. Also erst Mofa und dann einen Vespa-Roller. Also, dass ich vor 18 immer schon unterwegs sein konnte, selbstständig unterwegs sein konnte und ich durfte das. Aber ich habe es dann oft auch überzogen und ausgereizt. So nach dem Motto: Du solltest eigentlich schon früher zu Hause sein.

00:06:45: Unbekannt Ich lebe auf einem kleinen Dorf in Maria Thalheim, das ein kleiner Wallfahrtsort im Landkreis Erding und da war es schon wichtig, dass man mobil sein konnte. Wir mussten immer versuchen, auch aus dem Dorf rauszukommen. Aber ich hatte viele Freiheiten. Mein älterer Bruder hat sich natürlich das zuerst freigekämpft. Davon habe ich schon profitiert und habe das auch genutzt. Und welcher Ihrer Brüder hat Ihnen das Mofa fahren dann beigebracht?

00:07:06: Unbekannt Na ja, der Ältere natürlich. Und wahrscheinlich auch recht frühzeitig, das ist mittlerweile verjährt. Das ist wirklich verjährt. Aber sie haben mir auch beigebracht, Reifen zu wechseln. Beim Auto dann haben meine Brüder gesagt: Du musst das können. Also ich habe viel auch gelernt, was man zunächst den Mädchen wahrscheinlich nicht unbedingt als Qualifikation zusprechen würde. Sie haben dann eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht.

00:07:29: Unbekannt Das hat ihnen dann nicht genügt. Dann haben Sie noch Betriebswirtschaftslehre BWL studiert. Das finde ich sehr schön, nicht jeder Politiker/Politikerin heutzutage hat Ausbildung und Studium sogar. Also beides. Nebenbei haben Sie ein Kind erzogen und Sie haben noch im elterlichen Betrieb gearbeitet. Respekt! Zeugt das von Ehrgeiz, von Fleiß, von Hartnäckigkeit. Was sie auch für heute noch bewahrt haben.

00:08:00: Unbekannt Also, Ehrgeiz hat bestimmt eine große Rolle gespielt, denn ich wollte mein Studium fertig machen. Mein Sohn kam ja direkt zur Halbzeit quasi im Studium zur Welt. Aber ich wollte es unbedingt fertig machen. Auch eine Diplomarbeit, wo ich mich erinnere, dass ich die immer nachts geschrieben habe, wenn das kleine Kind geschlafen hat. Und parallel auch zu arbeiten war für mich so eine Bereicherung.

00:08:22: Unbekannt Auch die Theorie mit der Praxis zu verbinden. Ich war ja da auch selbstständig fast 20 Jahre lang in dem Bereich, aus dem elterlichen Unternehmen heraus und es hat mir so wahnsinnig viel gebracht, wie gesagt, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden war für mich toll. Aber natürlich war es geprägt von viel Energie, wahnsinnig viel Energie, wo ich glaube, dass ich heute noch sehr viel habe, von Ehrgeiz und von Zielstrebigkeit.

00:08:47: Unbekannt Und Sie waren damals dann alleinerziehend. Wie kann ich mir das vorstellen? Was hat es bedeutet? Na ja, das hat natürlich bedeutet, auf der einen Seite ein Kind großzuziehen, für ein Kind dazusein und auf der anderen Seite auch den Karriereweg nicht aus dem Blick zu verlieren. Und ich erinnere mich an Wahlkämpfe -ich bin jetzt seit 2002 auch im Kreistag in Erding Mitglied - und diese Zeit war immer ganz besonders herausfordernd, weil natürlich ein Wahlkampf auch sehr, sehr viele Abendtermine bedeutet.

00:09:15: Unbekannt Zum Glück kann ich sagen, dass ich eingebettet bin in einer Großfamilie. Meine Eltern sind nebendran, meine Geschwister haben auch alle fast zur gleichen Zeit Nachwuchs bekommen. So haben wir uns immer gut ausgetauscht und das ist bis heute so, dass die die Kinder meiner Geschwister mit meinem Sohn eng befreundet sind. Also, wir sind in einem großen Familienverband aufgewachsen. Also war das kleine Dorf, das enge aufeinander Sein ein Vorteil? Ein absoluter Vorteil!

00:09:45: Unbekannt Ich sehe das auch nach wie vor als Vorteil. Ich weiß, wenn mehrere Generationen so eng aneinander, dass das oft auch Schwierigkeiten bedeuten kann. Ich kann nur sagen, unser Familienverband hat das getragen, was wir heute als Ergebnis sehen. Das Unternehmen hat sich prächtig entwickelt, die Kinder sind alle groß. Ich bin übrigens auch schon Oma geworden. Vor gut einem Jahr.

00:10:06: Unbekannt Also, das ist kein Nachteil. Und wenn ich mir das heute anschaue, egal wer Geburtstag hat, Neffen, Nichten, meine Eltern sind immer alle an diesem Tag da und stehen zusammen. Das tut uns richtig gut. Sie waren alleinerziehend, sie haben gearbeitet. Für viele Alleinerziehende ist ja auch wirklich das Problem das Geldverdienen - hatten sie damals immer genug Geld? Ja, würde ich schon sagen, weil ich natürlich auch viel gearbeitet hab.

00:10:29: Unbekannt Aber was schon auch immer dazugehört - und das sehe ich jetzt auch bei meiner Schwiegertochter, die jetzt wieder berufstätig ist, nachdem der kleine im Juli ein Jahr geworden ist - dieses Zerrissen sein zwischen Kind und Familie und Arbeiten, dem Beruf nachzugehen, das ist schon ein tägliches Erlebnis, mit dem man umgehen muss. Also das Kind am Morgen zu verlassen, weil man arbeitet, kostet oft sehr viel Überwindung.

00:10:54: Unbekannt Man möchte eigentlich beides. Und deshalb ist es auch so ein wichtiger Auftrag, dass wir die Kinderbetreuung in Bayern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch stärker ausbauen. Haben Sie das so mitgenommen aus dieser Zeit? Wenn ich mir vorstelle, in einem kleinen Dorf behütet aufgewachsen, ein Kind, alleinerziehend, die ganze Zeit gearbeitet. Was haben Sie davon mitgenommen, jetzt in Ihren Job als Ministerin?

00:11:17: Unbekannt Na ja, das prägt einen natürlich. Diese Erlebnisse, die man selber erfährt, machen ja ein ganz anderes Bild, wenn es heute um politische Entscheidungen geht. Und ich habe so viel Verständnis und ich kann mir so gut vorstellen, wie es heute jungen Müttern und Vätern geht, die beides machen möchten: Ihr Kind bestens erziehen, für das Kind da zu sein und gleichzeitig aber auch einen Beruf zu verfolgen, eine Karriere zu verfolgen.

00:11:43: Unbekannt Wenn man es selber erlebt hat, glaube ich, kriegt man ein ganz anderes Bild und trifft dann auch andere Entscheidungen. Schön, dass Sie es ansprechen, auch mit Vätern. Als ich jetzt auf dem Weg zu Ihnen hier ins Ministerium war, da kam mir ein Mann entgegen mit einem Säugling, den er so an der Brust ganz beglückt getragen hat. Nach dem Motto: Der Kleine kann nicht schlafen, da gehe ich mit ihm spazieren.

00:12:03: Unbekannt Also eben auch die Männer, die Väter, die dann die Rolle übernehmen und sich um die Kleinkinder auch kümmern. Ja, das ist wirklich schön zu beobachten. Und ich sehe es auch bei meinem Sohn, dass Väter, junge Väter heute ganz anders involviert sind in der Betreuung der Kinder. Das ist ein wunderbares Bild. Und das braucht es auch. Nicht nur, damit wir eine gewisse Gleichberechtigung schaffen, sondern für die Kinder ist es so ein Segen, wenn beide, wenn Mutter und Vater die Zeit für sie ermöglichen können.

00:12:31: Unbekannt Und die Liebe und die Hingabe, das ist, glaube ich, ganz entscheidend. Reden wir mal über Ihren politischen Werdegang. Mit 28 sind Sie in die CSU eingetreten. Was hat Sie dazu bewogen? Dem vorausgegangen ist tatsächlich ein Auftrag unseres Unternehmens, nämlich wir durften die Wahlkampftour für den Ministerpräsidenten Edmund Stoiber damals mit unserem Busunternehmen begleiten. Meine Brüder sind gefahren, ich habe mich im Bus um alles Mögliche gekümmert.

00:12:59: Unbekannt Damals gab es noch ein Faxgerät, das hatten wir im Bus drin. Das gibt es heute in manchen Ministerien auch noch oder? Habe es gehört. Ja, wir hatten dort damals die dpa Meldungen immer. So durfte mich im Bus kümmern, dass der Ablauf des Tages für so einen Wahlkampftag dann tatsächlich gut funktioniert. Und das hat mich schon auch geprägt im Sinne: Ich glaube, Landespolitik ist das, was ich am allerliebsten machen möchte.

00:13:25: Unbekannt Und so hat mich dann der Hans Zehetmair, mein damaliger oder unser damaliger Kultusminister, mein Kreisvorsitzender, angesprochen, ob ich nicht zur CSU gehen möchte und ich habe das dann auch gleich gemacht. Und dann ging es relativ schnell. Mit 28 hat man dann die Phase vielleicht der Rebellion hinter sich gelassen. Aber galt es damals nicht, Sie als junge Frau, nicht als spießig in die CSU einzutreten?

00:13:50: Unbekannt Vielleicht von manchen von außen wahrgenommen? Das kann ich gar nicht so genau sagen. Aber für mich war von Anfang an klar: Meine politische Heimat ist die CSU. Bei all den Themen, bei denen man nicht immer einverstanden sein kann. Aber auch dieses Gefühl, sich engagieren zu wollen, politisch engagieren zu wollen, das hatte ich in der Schule schon. Ich war Schulsprecherin und natürlich oft auch Klassensprecherin.

00:14:13: Unbekannt Und das hat mich geprägt. Ich wollte immer auch Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen und die CSU ist meine politische Familie. Und 2006 waren Sie dann schon Abgeordnete im Bayerischen Landtag. Und Ihr Augenmerk, der galt schon immer den Frauen in der CSU. Sie haben sich sehr stark in der Frauenunion engagiert. Sie waren 2009 die Bezirksvorsitzende der Frauen Union Oberbayern.

00:14:37: Unbekannt Das Thema Frauen und Gleichstellung, das hat Sie ihre politische Karriere über immer begleitet. Warum ist Ihnen das so wichtig? Erstens, weil wir 50 % in der Gesellschaft auch Frauen sind. Und ich erlebe es immer, ob in der parteipolitischen Umgebung oder auch jetzt noch: Wir sind zu wenig Frauen in den Parlamenten, vor allen Dingen auch in der Kommunalpolitik. Also ich war als junge Bezirkskreisrätin ja fast exotisch, als ich 2002 in den Kreistag gekommen bin. es waren schon einige da, aber für mich immer noch zu wenige.

00:15:11: Unbekannt Und wenn man sich anschaut, wie Entscheidungen getroffen werden, dann ist vollkommen klar: Frauen haben oft eine andere Perspektive auf die Themen, haben andere Argumente. Und mir ist es wichtig, die besten Entscheidungen zu treffen. Immer abzuwägen Wo sind die Vorteile, wo sind die Nachteile, was muss getan werden? Und da braucht es schlichtweg auch mehr Frauen, die hier mitbestimmen. Und wenn ich zur Wirtschaft schaue, ist es einfach für mich immer noch inakzeptabel, dass wir so wenig Frauen in Führungspositionen haben.

00:15:40: Unbekannt Übrigens bei uns im Ministerium sind es 48 % Frauen in Führungspositionen und das ist gut so! Wir werden da auch noch uns weiter anstrengen, die Zahlen nach oben zu bringen. Mir geht es darum, dass wir erstens eine Gleichberechtigung haben, aber vor allen Dingen nicht darauf verzichten. Dass gut ausgebildete Frauen, ob das Schulabschlüsse sind, ob Studienabschlüsse sind: Frauen sind immer bei den besten Abschlüssen dabei.

00:16:04: Unbekannt Und dass wir dieses Potenzial nicht einfach liegenlassen, sondern es nutzen. Es gibt so viele Studien im Bereich der Wirtschaft, die sagen, gemischte Führungsteams sind viel erfolgreicher als nur Führungsteams, die aus Männern bestehen. Und deshalb glaube ich auch, die Wirtschaft kann nicht darauf verzichten. Wir sehen es auch jetzt im Bereich des Fachkräftemangels: Wenn viel mehr Frauen arbeiten könnten oder nur ein paar wenige Stunden mehr arbeiten könnten, hätten wir alle kein Fachkräfteproblem und wären wahrscheinlich auch ein Stück weit erfolgreicher.

00:16:36: Unbekannt In ganz vielen Bereichen ist der Anteil der Frauen nur 1/4 in den betreffenden Positionen. Was kann man machen, um mehr Frauen, ob jetzt in der Politik oder in der Wirtschaft, zu ermuntern und auch denen das möglich zu machen, dass sie dort einsteigen und sich einbringen? Also ein Thema ist sicherlich, das, was wir bei der Frauenunion seit 15 Jahren jetzt pflegen, ein Mentoring Programm über ein Jahr aufzusetzen, Frauen mitzunehmen, ihnen zu zeigen -

00:17:03: Unbekannt also hier geht es um die Politik, um politisches Engagement - dass sie es können! Und dass sie sich das auch zutrauen! Und da kommt nämlich der ganz wichtige Punkt bei all den Diskussionen: Warum engagieren sich Frauen nicht mehr? Warum lehnen sie beispielsweise ab eine Führungsposition zu übernehmen? Es ist oft dieses mangelnde Zutrauen. Und da, glaube ich, kann man viel tun, indem man sie auch mental unterstützt, aber auch befähigt, sich diese Schritte auch wirklich zuzutrauen.

00:17:31: Unbekannt Sie wurden 2014 von Horst Seehofer damals zur Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz ernannt, das erste Ministeramt. Haben Sie sich das von Anfang an zugetraut? Ich habe es mir schon zugetraut. Und ich war sogar so aufgestellt, dass ich bei diesem Gespräch, das ja damals in der Staatskanzlei stattgefunden hat, auch meine Bedingungen formuliert habe. Da ging es ganz konkret beispielsweise um eine dritte Startbahn am Flughafen München, die ja immer wieder im Gespräch ist, wo es um einen Planfeststellungsbeschluss geht.

00:18:05: Unbekannt Ich habe zum Horst Seehofer gesagt ich mache das, aber ich kann nicht für die dritte Startbahn stimmen beispielsweise. Das war für mich eine ganz wichtige Bedingung. Also ich habe es mir zugetraut, wenngleich ich sagen muss, das erste Jahr war natürlich unglaublich anstrengend. Wie kann ich mir das vorstellen? Wen haben Sie angerufen, wenn Sie nicht weiter wussten?

00:18:27: Unbekannt Haben Sie so eine Art Mentor? Mentorin? Ja, wenn es ums Fachliche ging, habe ich mich auf das Ministerium verlassen. Ich habe sehr, sehr viele Rücksprachen gehalten, weil gerade im Umwelt- und Verbraucherschutz sehr, sehr viele technische Dinge entschieden werden. Also erklären Sie mal, was ein Polder ist, beispielsweise, um den Hochwasserschutz durchzuführen. Aber wenn es ums Persönliche ging, wenn es darum ging, wie geht man mit einer Situation um?

00:18:50: Unbekannt Da habe ich zum Glück einen ganz starken Partner, der auch sehr politisch ist und der mir immer wieder geholfen hat, auch so über manche Klippe zu kommen. Wenn man nicht so recht wusste wie geht man jetzt ein Thema an, mit wem muss man sprechen? Ist man vielleicht auf einem falschen Weg? Muss man zurückrudern, muss man nachsteuern? Also, Partner und Familie hat mir da sehr stark geholfen.

00:19:10: Unbekannt Und da gab es ja Projekte, wo sie ganz klar gesagt haben: Das ist meine Position. Ich denke an die Rettung des Riedberger Horns im Oberallgäu. Da ging es darum, dass eine Skischaukel genehmigt geworden ist, sogar seitens der Staatsregierung. Und da haben Sie gesagt: Nein, nicht mit mir. Hatten Sie da nicht irgendwann mal Angst vor Ihrem eigenen Mut?

00:19:33: Unbekannt Tatsächlich nicht, weil ich so überzeugt war. Und ich glaube, das ist auch etwas, was man lernen muss. Wenn man eine bestimmte Haltung entwickelt, dann muss man zutiefst überzeugt sein. Ich habe bei dem Riedberger Hornn immer gesagt, sie können mich nachts um drei aufwecken. Dann sage ich ihnen die Argumente, warum ich dagegen bin und warum diese Skischaukel nicht gebaut werden soll.

00:19:51: Unbekannt Und ein dritter Nationalpark in Bayern war auch so eine Herzensangelegenheit von Ihnen. Absolut. Ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema Artenschutz, Naturschutz auseinandergesetzt, sehr, sehr viele Gespräche geführt. Ich bin auch stolz darauf, dass Bayern den ersten Nationalpark im Bayerischen Wald für ganz Deutschland zu verzeichnen hatte. Und der Wert eines solchen Nationalparks war für mich ganz, ganz ausschlaggebend.

00:20:17: Unbekannt Es gab ja auch in meiner Ministerzeit gerade im Bayerischen Wald immer wieder Diskussionen, auch in Berchtesgaden, wenn es um die Zonen ging, die zu erweitern und auszuweiten. Ich habe das immer als tiefer Überzeugung mit vertreten und für mich war klar: Wir brauchen einen dritten Nationalpark. Ich würde das heute sogar noch sagen. Natürlich ist die Zeit eine andere geworden.

00:20:37: Unbekannt Manchmal geht ich sogar so weit: Wir hätten wahrscheinlich kein Volksbegehren Bienen gehabt, hätten wir die Pläne eines dritten Nationalparks umgesetzt. Und jetzt ist es so: Im Leben scheint nicht immer die Sonne. Es ist ein Auf. Es ist ein Ab. 2018, da entließ sie Ministerpräsident Markus Söder aus dem Kabinett. Man kann als Politikerin ein Auf und Ab, das alles gewohnt sein.

00:21:02: Unbekannt Aber das ist schon ein Schlag. Wie haben Sie sich da wieder aufgerappelt? Es war wirklich ein Schlag. Ich war enttäuscht und vor allen Dingen auch verletzt, weil es keinen, keinen offensichtlichen Grund dafür gab in der Sache. Also, ich hätte meine Arbeit schlecht gemacht. Es sind Fehler passiert. Das war ja offensichtlich nicht der Fall, sondern es gab andere Argumente, warum jetzt ein solcher Rauswurf sein musste.

00:21:26: Unbekannt Es hat mich schon sehr geschmerzt und ich habe dann, na ja, gut 14 Tage, drei Wochen war ich bockig. Jetzt sage ich es mal so direkt. Und ich konnte es einfach nicht nachvollziehen, warum das sein muss. Der schlimmste Abschied war der aus dem Ministerium. Ich habe so viele enge Beziehung aufgebaut zu so vielen Menschen, die dort arbeiten, dass ich mich wirklich schmerzlich an diesen Tag erinnere.

00:21:54: Unbekannt Und dann kam eine Freundin zu mir, die sich mein Lamento wieder mal angehört hat und sie hat gesagt: Jetzt ist Schluss, jetzt reicht's! Jetzt kannst weiter jammern oder du kannst endlich aufhören. Und das hat mir dann so ein Ruck gegeben, zu sagen, was will ich, wo stehe ich, wie kann es weitergehen? Ich war ja nach wie vor Abgeordnete und habe mich dann wieder eingereiht in die Abgeordnetentätigkeit, auch mit viel Leidenschaft im Bereich Wirtschaft und Wohnen,

00:22:18: Unbekannt Bau und Verkehr, das waren die beiden Ausschüsse. Und, na ja, wie sagt man so schön? Aufstehen, Krönchen gerade richten und weiterlaufen. Und ich habe so gearbeitet, wie ich immer versuche zu arbeiten, nämlich in der Sache zielgerichtet, umsetzungsstark. Und das hat dann dazu geführt, dass ich vom selben Ministerpräsidenten wieder berufen wurde. Und zwischenzeitlich, 2019, wurden Sie die Landesvorsitzende der Frauen Union Bayern und damit Vorsitzende eines ganz großen Verbandes.

00:22:49: Unbekannt Ja, und dann kam Ministerpräsident Markus Söder und hat sie 2022 wieder in sein Kabinett geholt. Dieses Mal als Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. War das Ihr Ziel? Also das Sozialministerium hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm, und das war für mich unglaublich überraschend, dass ein Wechsel anstand. Im Kabinett hat sich ja abgezeichnet, dass man vielleicht wieder ins Gespräch kommt.

00:23:14: Unbekannt Damit konnte man zumindest sich gedanklich mal auseinandersetzen. Aber dann dieses Angebot des Sozialministeriums hat mich zunächst tatsächlich überrascht. Und dann habe ich aber sehr schnell gemerkt, dass das die Themen sind, die ich mit ganz viel Leidenschaft, mit ganz viel Herzblut verfolgen kann. Gerade auch der Bereich der Arbeitsministerin in der Zuständigkeit ist für mich wirklich ein Gewinn. Und hier profitiere ich auch von meinem Werdegang, von meiner Vita, nämlich eine Ausbildung zu haben, ein Studium zu haben, selbstständig gearbeitet zu haben. Das bringt mir unglaublich viel Wissen und Know how mit für diese Entscheidung in dem Bereich Arbeitsmarkt.

00:23:52: Unbekannt Der im Moment ja auch sehr, sehr schwierig ist. Gerade das Thema Fachkräftemangel, auf der anderen Seite zu wenig Auszubildende. Das gibt mir sehr viel mit, wo ich mich sicher fühle, richtige Entscheidungen treffen zu können. Und am 8. November 2023 sind Sie dann weitere Stellvertreterin des Ministerpräsidenten geworden. Hätte es eigentlich - man hat ja manchmal so Vorahnungen und stellt sich sein Leben vor -

00:24:21: Unbekannt hätte sich das die kleine Uli in Erding früher mal gedacht? Niemals, niemals. Wobei, man kann sagen mit Blick auf Erding, mein damaliger Minister Hans Zehetmair war ja auch stellvertretender Ministerpräsident. Also vielleicht gibt es da einen schönen Zusammenhang, aber damit rechnet man natürlich überhaupt nicht. Und bei diesem Gespräch nach der letzten Landtagswahl, wo es darum ging, wie geht es weiter, wird man wieder ins Kabinett berufen,

00:24:46: Unbekannt war ich froh und erleichtert, hier im Sozialministerium weiter Verantwortung übernehmen zu dürfen. Ich wollt dann schon gehen und dann wurde mir bedeutet, ich möge doch noch sitzen bleiben. Und zum Glück saß ich auf meinem Stuhl und konnte diese Botschaft dann etwas besser verkraften. Also, damit habe ich wirklich überhaupt nicht gerechnet. Ich bin mir der Verantwortung bewusst. Ich spüre auch, dass es eine zusätzliche Aufgabe ist, die nicht so einfach nebenbei zu bewerkstelligen ist.

00:25:18: Unbekannt Ich habe auch ein längeres Gespräch mit unserem Innenminister Joachim Herrmann geführt, der war das ja zehn Jahre vorher, um zu hören, wie sich das im Alltag auswirkt. Aber ich habe von Anfang an gespürt, das ist eine zusätzliche große Verantwortung. Was sagen denn Ihre Eltern, Ihre vielleicht Kindheitsfreunde oder Ihr Partner dazu? Ja, die waren natürlich auch unglaublich überrascht.

00:25:42: Unbekannt Sie sind stolz natürlich auf mich und freuen sich mit mir. Und gleichwohl wissen sie auch, eine zusätzliche Verantwortung bedeutet ein Stück weit noch weniger private Zeit und Familienzeit. Sie sind unglaublich viel unterwegs. Sechs Tage Woche, sechseinhalb Tage. Meistens sieben, nicht immer, aber meistens sieben. Haben Sie noch Zeit? Ich sage mal, richtig in Erding zu Hause zu sein. Ja, habe ich schon, und den nehme ich mir auch.

00:26:09: Unbekannt Natürlich könnte, müsste das sehr viel mehr sein. Aber das geht nicht, denn man hat mit - sie haben es ja angedeutet - mit dem Sozialministerium eine Breite von Zuständigkeiten, die es in anderen Ministerien so nicht gibt. Und das macht die Zeit knapp. Aber ich versuche es mir wirklich ganz, ganz bewusst einzuteilen. Leider lebt halt ein Terminkalender auch davon, da immer zu sagen: Hier ist jetzt ein Block.

00:26:34: Unbekannt Zum Beispiel wenn ich jetzt nachmittags mal eine Stunde oder zwei Stunden zu meinem Enkelkind fahren kann, um mit dem zum Spielplatz gehen kann. Das ist mir wichtig und ich versuche die persönlichen Freundschaften weiter so zu pflegen, das sie halten. Und wie immer kommt das viel zu kurz im Leben. Leider. Sie kommen ursprünglich aus der Reisebranche, Ihre Familie hat ein Reisebüro.

00:26:56: Unbekannt Könnten Sie sich eigentlich vorstellen, irgendwo anders zu leben als in Bayern? Dauerhaft nicht. Weil Das ist meine Heimat. Hier bin ich verwurzelt. Und Heimat gibt ihnen so viel Sicherheit und so viel Kraft und so viel Energie. Ich kann mir gut vorstellen - ich war mal ein halbes Jahr in Amerika, ich war mehrere Monate auf Korsika - ich kann mir gut vorstellen, einen längeren Ausflug zu machen, auch gerne mit einer beruflichen Verbindung.

00:27:20: Unbekannt Aber leben möchte ich nur in Bayern. Und Sie haben eine starke Verbindung nach Südtirol. So ist das. Das müssen Sie erklären. Ja, mein Partner ist Südtiroler. Wir haben uns kennengelernt im Rahmen der Bayern-Südtirol-Gesellschaft, einer Mitgliederversammlung und sind jetzt elf Jahre schon zusammen. Und bei diesem Pendeln - man könnte sagen, in meine Wahlheimat Südtirol - da geht mir natürlich auch das Herz auf.

00:27:44: Unbekannt Aber trotz alledem, meine Wurzeln sind hier und die bleiben auch hier. Und wie geht es dann am Wochenende, wie kann man sich das vorstellen? Zu dir oder zu mir? So ähnlich kann man sich das vorstellen. Nicht jedes Wochenende. Aber es gibt auch mal so Phasen, wo mein Partner mehr Zeit hat und auch mal 14 Tage in Bayern ist. Und dann versuchen wir, die Ferienzeit natürlich immer sinnvoll zu nutzen und zu planen.

00:28:06: Unbekannt Es steckt mehr Planungsaufwand dahinter. Logischerweise. Aber es funktioniert ganz gut bis jetzt. Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Also am liebsten mich an der frischen Luft bewegen. Ich gehe gern laufen, gern schwimmen, sandern und auch zur Jagd. Das ist eine Leidenschaft, die ich neu entdeckt habe mit meinem Partner. Ich habe den Jagdschein 2015 absolviert, der im Bayerischen Landtag angeboten worden ist, und da habe ich das gemacht.

00:28:33: Unbekannt Das sind wenige Tage im Jahr, aber das macht mir auch viel Freude. Aber das Schönste ist, draußen zu sein, sich zu bewegen und natürlich auch Reisen. Wo sie sagen Jagd: Viele haben ein ganz falsches Bild von der Jagd. Mein Vater ist sehr viel auf die Jagd gegangen, somit bin ich da als Kind ganz oft dabei gewesen und das hat mich sehr stark geprägt.

00:28:58: Unbekannt Dieses ganz intensive Naturerlebnis, das Verstehen, das Lernen in der Natur, das ist eine ganz, ganz tolle Tätigkeit, die einen sehr, sehr stark bereichert. Das stimmt. Ich habe unglaublich viel gelernt bei diesem Jagdkurs tatsächlich. Ich war ja deutsche Umweltministerin und dachte "Oje, wie ist das alles zu schaffen?" Man spricht ja auch vom grünen Abitur? Aber ich habe so viel mitnehmen können, auch für meine berufliche Tätigkeit, für meine Verantwortung im Umweltministerium.

00:29:25: Unbekannt Und jetzt, wenn ich Zeit hab rauszugehen, ist es tatsächlich sehr viel Genuss, weil man natürlich in der Natur sein kann, weil man beobachtet. Da geht es nicht nur darum, zu schießen und zu jagen, sondern es geht sehr, sehr viel auch das Draußensein, die Natur zu beobachten, und zwar in allen Jahreszeiten. Das macht es auch so spannend. Das gibt mir sehr, sehr viel Kraft.

00:29:50: Unbekannt Ich glaube, damit sprechen Sie auch was an, was allgemein für eine Fortbildung gilt, dass man natürlich dann speziell eine Sache lernt, aber dass das auch viele andere Bereiche beseelt. Und dass man in vielen anderen Bereichen vielleicht davon dann eben auch profitiert. Die Politik ist ein sehr forderndes Geschäft, auch ein sehr hartes Geschäft. Haben Sie eigentlich privat Freunde gewonnen in der Politik, in der CSU?

00:30:15: Unbekannt Ja, würde ich schon sagen. Unser Altbürgermeister aus Erding hat immer gesagt: Merkt euch das, in der Politik kann man auch Freunde gewinnen. Und es ist tatsächlich so. Natürlich ist ein politischer Alltag immer geprägt auch von der knallharten Arbeit, von Argumenten, von Zielen, die formuliert werden müssen. Aber es ist trotzdem so, dass man Menschen findet, denen man vertrauen kann und sich dann auch Freundschaften entwickeln.

00:30:42: Unbekannt Ich denke gerade an einen Kollegen in meiner Umweltminister-Zeit, die ja wirklich sehr, sehr holprig war aufgrund verschiedener Vorgänge. Ich denke da an die unselige Geschichte mit dem Thema Bayern-Ei. Da hatte ich wirklich einen Kollegen, der mich unglaublich gestützt hat und das hat auch gut getan. Und Sie können auch mit Ilse Aigner sehr gut? Wir kennen uns sehr, sehr lange und mögen uns und sind uns sehr sympathisch.

00:31:07: Unbekannt Und es ist doch was Besonderes, wenn man mit Menschen zusammenarbeit, die man auch persönlich gerne mag und mit denen man sich gerne umgibt. Ich glaube, das gehört überall mit dazu. Die Politik ist ein Auf, ein Ab - wie das normale Leben auch. Frau Scharf, was ist so Ihr Motto, Ihr Credo, wenn es mal richtig hart ist, dass Sie sagen: Ich mache weiter, ich gebe nicht auf, ich stehe wieder auf.

00:31:33: Unbekannt Ich hab gar kein Motto dazu, sondern ich glaube, es ist immer situationsbedingt, dass man sich auseinandersetzt mit den Themen, die halt nicht gut laufen. Oder wenn mal eine Niederlage kommt. Man darf auch traurig sein, man darf auch mal grantig sein, man darf auch mal enttäuscht sein, aber das Ganze muss dann irgendwann wieder ein Ende haben. Und dann muss man sich immer die Frage stellen: Wie soll es weitergehen?

00:31:54: Unbekannt Was hat man für sich persönlich für Ziele? Wo möchte man hin? Und entsprechend richtet man sich dann wieder auf. Und ich habe einen hohen Grundoptimismus. Ich kann auch relativ schnell mit den Dingen abschließen und sagen: So, jetzt geht es wieder um das, was in Zukunft kommt und deshalb Krönchen gerade richten, weiterlaufen. Sie sind neben Ihrem Amt als Ministerin unter anderem auch Mitglied im Rat der Erzdiözese München-Freising.

00:32:24: Unbekannt Sie sind römisch-katholisch. Was gibt Ihnen der Glaube? Sehr viel. Ich gehe regelmäßig auch sonntags in den Gottesdienst. Gerade bei mir zu Hause in der Wallfahrtskirche. Mir gibt der Glaube Halt und Orientierung und Richtung. Auch immer wieder diese Gelegenheit zu haben, gerade bei einem Gottesdienst oder auch mal so in die Kirche zu gehen, wirklich runterzukommen und sich zu besinnen. Auf Werte, auf das, was unsere politischen Entscheidungen auch immer ausmacht.

00:32:57: Unbekannt Es braucht diese Grundüberzeugung, dass man zu Werten steht. Und das finde ich ganz, ganz stark im Glauben. Das gibt mir wirklich starke Orientierung. Könnte mir gar nicht vorstellen, ohne Glauben und Kirche zu sein. Hilft Ihnen das auch mit den Anforderungen, mit den Belastungen Ihrer Arbeit klarzukommen? Ja, ich denke schon. Vielleicht ist es oft auch nur dieses Gottvertrauen, was man auch verinnerlicht haben kann.

00:33:24: Unbekannt Ich habe das. Das einem manchmal hilft bei dem Weg zu einer schwierigen Entscheidung. Oder zu schwierigen Themen, die abzuarbeiten. Und da auch die Kraft finden kann, in der Kirche, im Glauben. Sich zu sagen, das wird! Und da merkt man oft, dass man einfach auch dranbleiben muss an den Themen. Das Hartnäckigsein, dieses Durchhalten. Ich habe übrigens schon dreimal einen Marathon gelaufen. Das ist mein bester Beweis, dass ich durchhalten kann.

00:33:54: Unbekannt Aber hallo! Wenn wir über Ihr Amt sprechen - Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Im Haus heißt es bei Ihnen auch sehr oft: Das hier ist das Menschen-Ministerium. Ich glaube, das ist ein wahnsinnig treffender Begriff, weil wenn man sich die Bereiche mal anschaut: Familie, Kinder, Jugend, Arbeit, Ehrenamt, Gleichstellung von Frau und Mann, Gewalt- und Radikalisierungsprävention - da sprechen wir auch noch drüber, ein ganz großes, wichtiges Feld - die Inklusion, die Senioren.

00:34:23: Unbekannt Dann LSBTIQ. Plus wenn Sie es noch ganz vollständig sagen wollen. Haben Sie einen Favoriten, wo Sie sagen: Ach, da setze ich mich jetzt die nächsten Wochen, Monate besonders ein? Die ganz besondere Verantwortung ist wirklich hier, dass man für die Menschen zuständig ist. Und das habe ich relativ schnell gespürt in diesem Haus, in diesem Ministerium. Es geht immer um die Menschen. Und das macht auch diesen inneren Antrieb so stark, sich dafür einzusetzen.

00:34:56: Unbekannt Für die Familien, für die Senioren, für Menschen mit Behinderung. Das ist wirklich eine intrinsische Motivation, die ich da spüre. Ich habe ja den Vergleich auch zu einem anderen Ministerium. Umwelt und Verbraucherschutz war wahnsinnig technisch, war sehr juristisch. Das kann man auch bewerkstelligen. Darum geht es nicht. Aber bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, in all seinen Situationen, in all seinen Herausforderungen.

00:35:21: Unbekannt Heute haben wir noch den Staatsempfang für die interdisziplinäre Frühförderung, die es jetzt seit 50 Jahren gibt. Wenn ich sehe, was wir mit 250 Frühförderstellen aufgebaut haben, wo es um die Kleinsten geht, um die Entwicklung, vielleicht um Kinder, die Schwierigkeiten haben, ins Leben zu finden, dann geben wir so viel Hoffnung für die Familien, so viel Zuversicht, auch so viel Sonne und Wärme.

00:35:47: Unbekannt Und das macht es so wunderbar, dafür zu arbeiten. Und sie haben eine unglaubliche Bandbreite von Menschen, denen sie begegnen: In der Kita, die kleinen Stöpsel bis hin zum großen Wirtschaftsbossen, Senioren natürlich, die ganzen Ehrenamtler. Was war in den letzten Tagen, in den letzten Wochen eine Begegnung, die Sie mitgenommen haben, wo Sie abends noch gedacht haben: Dieser Mensch, das ist wirklich was.

00:36:12: Unbekannt Spannend sind fast alle Begegnungen, die allermeisten. Und wenn ich gerade an die Themen des Arbeitsmarkts denke, als Arbeitsministerin, habe ich natürlich viele Begegnungen mit Unternehmen, mit Managern. Aber auch dann mit den Auszubildenden, die ich regelmäßig besuche. Wir hatten erst letzte Woche auch den Tag des Handwerks. Dort war ich bei der Spenglerinnung und konnte junge Menschen sehen, die sich einfach für diesen Beruf interessiert haben.

00:36:39: Unbekannt Die Begegnungen sind genauso spannend wie die in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung beispielsweise. Und was mich auch immer wieder begeistert, was tolle Begegnungen sind, sind Menschen mit Behinderung, die gerade im Sport sich hervortun. Wir haben das Anna-Schaffelhuber-Camp in Burghausen. Ich fahr da eigentlich jedes Jahr hin, weil es für mich so faszinierend ist, wie gerade junge Menschen, die meist an einen Rollstuhl gebunden sind, die eine Einschränkung haben und trotzdem diese Kraft aufbringen. Bis hin zu den Paralympics, wo wir ja wunderbare Ergebnisse sehen. Das ist so viel Kraft, so viel Energie, die dahinter steckt und mich begeistert, mit welcher starken Motivation sich gerade Menschen mit Behinderung dann auch im Sport einbringen

00:37:24: Unbekannt können. Anna Schaffelhuber haben wir auch im Zuge des Podcasts "Bayern gemeinsam stark" besuchen dürfen und es war eine unglaubliche Begegnung, weil diese Frau eben so viel Mut transportiert. Die geht auf den höchsten Berggipfel rauf und sagt: Das mache ich einfach Und sie macht es tatsächlich. Und wir jammern wegen irgendwelchen kleinen Problemen im Alltag. Und dann sieht man solche Menschen.

00:37:47: Unbekannt Wenn ich mir ihr Amt, ihre Tätigkeit vorstelle: Politische Erfolge, etwas durchzusetzen, ist bestimmt nicht immer leicht. Sie müssen Kompromisse eingehen. Sie müssen eine unendliche Geduld haben. Was ist denn ein Erfolgserlebnis als bayerische Sozialministerin, wo Sie ad hoc sagen, da bin ich doch ein bisschen stolz drauf. Ja, es gibt zum Glück einige. Das, was aktuell in der Diskussion ist und wo ich mit sehr, sehr vielen Gesprächen, mit unglaublich viel Geduld zu einem Ergebnis gekommen bin:

00:38:17: Unbekannt Wir werden ein eigenes bayerisches Ladenschlussgesetz jetzt auf den Weg bringen. Und das macht mich schon stolz, dass es gelungen ist, ein Bundesladenschlussgesetz von 1956, das meine Fraktion auch 2006 versucht hat mit einem bayerischen Gesetz auf den Weg zu bringen, dasist damals gescheitert. Und wir sind jetzt auf der Zielgeraden. Wir werden in Kürze den Gesetzentwurf ins Kabinett bringen und dann ins parlamentarische Verfahren.

00:38:43: Unbekannt Das war echt ein dickes Brett. Das war mit sehr viel Sorge, mit sehr viel Ausgleich auch verbunden. Dass wir einen Sonn- und Feiertagsschutz erhalten, der mir auch persönlich wahnsinnig wichtig ist, der auch verfassungsrechtlich geschützt ist und gleichzeitig Wirtschaft möglich machen, die Versorgung im ländlichen Raum und da wird uns jetzt was Gutes gelingen, bei dem ich wirklich maßgeblich was angeschoben.

00:39:10: Unbekannt Sind Sie ein geduldiger Mensch? Ich habe gelernt, geduldig zu sein. Eigentlich bin ich es nicht! Im Ballettunterricht hat meine Ballettmeisterin immer gesagt: Geduld bringt Rosen. Vielleicht habe ich das auch verinnerlicht, aber im Grunde bin ich es nicht. Aber ich weiß, dass es ohne Geduld nicht geht. Ist es noch steigerungsfähig? Das höre ich so ein bisschen raus? Ja, an mancher Stelle dann doch.

00:39:36: Unbekannt Wenn man sich Social Media zum Beispiel anschaut oder Medien oder mit Menschen redet: Politikerinnen, Politiker allgemein haben als Berufsstand nicht gerade den besten Ruf. Es gibt viel Kritik. Da heißt es "Die da oben, die haben doch keine Ahnung, wie es mir wirklich geht!". Sie haben doch von den Normalbürgern, von den Problemen keine Ahnung. Was sagen Sie solchen Menschen?

00:40:02: Unbekannt Das es nicht stimmt. Ich habe mich diesen Vorwürfe auch manchmal schon ausgesetzt gesehen, ich hätte keine Ahnung von diesen oder jenen. Ich kann nur sagen: So wie ich lebe, wie ich mein Leben gestalte, habe ich sehr viel Ahnung von dem, was Menschen draußen bewegt. Ich mache mal ein Beispiel: Meine Eltern wohnen neben mir. Sie sind jetzt bald auf Pflege angewiesen.

00:40:23: Unbekannt Ich kümmere mich jede Stunde, die ich frei habe darum und weiß ganz genau, was es bedeutet, pflegende Angehörige zum Beispiel zu sein. Ich gehe selber einkaufen. Ich weiß ganz genau, was die Butter und die Milch kostet. Ich erlebe, wie mein Enkel groß wird, was es heißt für eine junge Familie, wenn man Vereinbarkeit von Familie und Beruf leben möchte.

00:40:46: Unbekannt Also ich bilde mir ein, dass ich sehr nah an dem Alltag der Menschen auch teilhabe und sehr genau weiß, wovon ich spreche. Und ich kann auch nur immer wieder sagen, dass, was mir meinen Lebensweg im Beruflichen, in der Ausbildung, im Studium, aber auch in der eigenen Verantwortung für ein Unternehmen mitgegeben hat, da weiß ich sehr genau, wo der Schuh drückt und wie es den Menschen geht.

00:41:10: Unbekannt Viel Kritik findet ja auch über soziale Medien statt. Und da muss man, wenn man ehrlich ist, auch sagen: Es ist sehr viel feige Kritik, weil die Leute verbergen sich hinter einem Pseudonym. Ich nenne mich MickyMaus123 und beschimpfe Leute, die exponiert in der Öffentlichkeit stehen. Ob das Wirtschaftsleute, ob das Politiker sind. Und da kommen wir so ein bisschen in Richtung vielleicht Radikalisierung, Extremismus.

00:41:38: Unbekannt Das hat einen sehr hohen Stellenwert mittlerweile in Ihrem Haus gefunden. Gerade die Radikalisierungsprävention, das haben Sie vorangetrieben. Warum ist Ihnen das so wichtig? Weil ich sehe, was los ist. Gerade im Netz. Beispielsweise, wenn ich mir die RIAS-Zahlen anschaue. Das ist die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus, die seit dem 7. Oktober eine unglaublich starken Anstieg an Fällen zu verzeichnen hat.

00:42:05: Unbekannt 7. Oktober: Der Angriff der Palästinenser auf Israel. Mit diesem brutalen, fürchterlichen Massaker, was an diesem Tag stattgefunden hat. Aber das, was sich daraus entwickelt hat, nämlich dass wir beispielsweise Antisemitismus auf den Straßen wieder erleben, dass wir es in den Schulen, an Arbeitsplätzen, in Familien erleben, bis hin natürlich ganz stark auch zum Netz. Es muss die Antwort sein, dass wir in der Prävention einfach noch stärker werden.

00:42:33: Unbekannt Es braucht Repression, aber es braucht auch Prävention. Und die ganze Radikalisierungsprävention ist im Sozialministerium angedockt. Hier ist man verantwortlich dafür. Ich setze mich unglaublich stark, jetzt auch ganz aktuell wieder bei den Haushaltsverhandlungen dafür ein, dass wir Prävention weiter ausbauen können, weil ich Sorge habe, dass da gerade unsere Demokratie eine gewisse Gefahr läuft, der man entgegenwirken muss. Unser Podcast heißt ja Bayern gemeinsam - .

00:43:02: Unbekannt über das Gemeinsam haben wir gesprochen - Stark. Und diese Stärke symbolisiert diese ein bisschen: Wir müssen unsere Demokratie stärken, vielleicht auch wir müssen sie verteidigen? Wir müssen sie stärken, wir müssen sie verteidigen. Aber dieses "Stark" steht natürlich auch dafür, dass wir als Gesellschaft stark sind. Zusammen müssen wir halten, gemeinsam deswegen. Wir müssen aber gemeinsam stark sein. Denn mich treibt unglaublich um, dass unsere wirtschaftliche Situation so ist, wie sie ist.

00:43:32: Unbekannt Also wir konnten. Wir wissen ganz genau, dass Energiekosten, beispielsweise die Inflation, im letzten Jahr 5,9 % im Durchschnitt, dass das alles eine große Last ist, das zu mehr Arbeitslosigkeit führt, das zu schlechterer Wirtschaftskraft führt. Und das wiederum befähigt uns nicht, dass wir sozial auch stark sein können. Und darum habe ich einen hohen Antrieb, auch gerade in der Wirtschaftspolitik mich immer wieder einzubringen.

00:43:58: Unbekannt Das, was jetzt in den letzten dreieinhalb Jahren entschieden worden ist, führt zu dem Ergebnis, dass wir im zweiten Jahr in einer Rezession sind. Und das ist eine Katastrophe. Ehrlich gesagt, wenn keine Investitionen mehr in Deutschland getätigt werden, wenn Unternehmen abwandern, damit auch Arbeitsplätze verloren gehen und die wirtschaftliche Situation so schlecht ist, dann wissen wir genau, dass im Endeffekt auch wir im Sozialen nicht mehr so stark sein können.

00:44:27: Unbekannt Ulrike Scharf, sie sind vor einem Jahr Großmutter geworden. Sie haben einen kleinen Enkel. Wie heißt er? Xaver heißt er. Was wünschen Sie sich für die Zukunft vom Xaver? Ich wünsche mir, dass er behütet aufwachsen kann, aber dass er auch eine Welt vorfindet, ein Bayern, das wirtschaftlich stark ist, das ihm alle Chancen bietet. Zunächst natürlich in der Bildung, frühkindliche Bildung, aber dann auch in der Schulbildung.

00:44:53: Unbekannt Dass er seinen Weg findet, dass er in einer friedlichen Welt aufwachsen kann und dass er sich entwickeln kann zu einem ganz tollen, selbstbewusst jungen Menschen. In dem Podcast suchen wir auch immer eine Inspiration. Da haben wir schon eine Menge gefunden in diesem Gespräch. Haben Sie eigentlich einen Leitsatz oder Lebensmotto? Habe ich nicht, aber ich habe einen hohen Grundoptimismus.

00:45:17: Unbekannt Und ich glaube, das trägt auch sehr stark dazu bei, dass man immer wieder motiviert ist, die Dinge positiv zu sehen, weiterzuarbeiten. Und das trägt mich. Ulrike Scharf, herzlichen Dank für das Gespräch. Ich danke Ihnen in unserem Podcast #BayernGemeinsamStark. Heute zu Gast Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf. Und wir haben viele weitere spannende Persönlichkeiten getroffen. Sportler wie Thomas Hitzlsperger zum Beispiel, Giovane Elber, aber auch zum Beispiel den deutsch-israelischen Psychologen und Extremismusexperten und Autor Ahmad Mansour.

00:45:50: Unbekannt Also sind wirklich sehr viele spannende Gespräche mit dabei. Am besten, Sie abonnieren den Podcast, dann verpassen Sie keine Folge mehr. Frau Schaaf, herzlichen Dank! Danke auch.

00:46:19: Unbekannt Bayern. Gemeinsam. Stark. Der Podcast mit Menschen, die uns inspirieren. Eine Produktion des bayerischen Staatsminister riums für Familie, Arbeit und Soziales.

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